Aktuell

Ausstellungshinweis:

„Naturliebe –Erneuerbare Haltungen“

Walkmühle Wiesbaden vom 04.08. bis 15.10.2017

http://www.walkmuehle.net/

 

BLACK BOX(ES)

7. Juli – 22. Oktober 2017

Betty Beier, Arvid Boecker, Laura Delvaux, Rohan Graeffly, Philipp Hawlitschek, Joël Hubaut, Julie Luzoir, Anke Mila Menck, Charles Myncke, Patrick Nardin, Claudia Passeri, Armand Quetsch, Mary Audrey Ramirez, Nicolas Tourte, Steve Veloso, Monique Vo

FAUX MOUVEMENT

4, RUE DU CHANGE (PLACE ST LOUIS) BP.4131
57041 METZ CEDEX 1

www.faux-mouvement.com

 

Belo Monte 2016 (Brasilien)

Die ersten Turbinen des umstrittenen Staudamms Belo Monte wurden im Mai 2016 in Anwesenheit von Staatspräsidentin Dilma Roussef in Betrieb genommen. Das Wasser des Flusses Xingu steigt nun stetig an. Die Insel Arapúja ist nahezu geflutet. Fischer berichten, dass deshalb viele Fische verschwunden sind. Manche Fischarten ernähren sich von den Bäumen im Xingu, weil herabfallende Blätter, Blüten und Früchte Nahrung bieten und sogar bestimmte Insekten anziehen. Da diese Bäume nun absterben, finden sie keine Nahrung mehr.

 

Aktuelle Berichterstattung über das Belo Monte Staudamm Projekt finden Sie unter http://plattformbelomonte.blogspot.de/

Aktuelles über das BeloMonte Staudammprojekt: http://plattformbelomonte.blogspot.de/

Belo Monte 2015

Altamira, (Para, Brasilien) 18.09. 2015: Spurensicherung der Zerstörung.Antonia Melo Da Silvia auf ihrem zerstörten Grundstück.

Antonia Melo ist die Koordinatorin der Gruppe „Xingu Vivo Sempre“ und Leitfigur im Kampf gegen den Staudamm Belo Monte am Fluss Xingu. Antonia musste letzte Woche ihr Haus räumen. Bis zuletzt hatte sie sich gewehrt. Sämtliche Häuser in der Nachbarschaft waren bereits zerstört. Nur eine Nachbarfamilie und sie selbst hatten noch standgehalten. Ihr Haus mit einem wunderschönen Garten fällt diese Woche dem Staudamm zum Opfer.

Sie veröffentlichte dazu in Facebook (in freier Übersetzung aus dem Brasilianischen): „Mich aus meinen Haus zu vertreiben, ist ein weiterer Versuch, mich zum Schweigen zu bringen. Sie werden alles zerstören, werden aber nie in der Lage sein, mich zum Schweigen zu bringen. Sie lachen und glauben, dass sie mich geschlagen haben. Ich habe Mitleid mit ihnen. Denn sie sind die Verlierer, weil sie, im Gegensatz zu mir, in ihrem Leben noch nie die Ruhe des Geistes erfahren haben. „Frieden“ – wenn man kein Feigling ist. Ich marschiere mit meiner Fahne in der Hand weiter. Was ist mit denen, die an der Regierung sind? Diese Unternehmen wiegen sich in Sicherheit. Es ist ein monströses Verbrechen. Ich werde nie verzeihen. Die Natur wird nicht vergeben. Das ist ein Verbrechen ohne Vergebung. Lula und Dilma sind Verbrecher, sie sind Verräter, Feiglinge.“ (Antonia Melo Da Silva, 16.09.2015)

Belo Monte

Beitragesbild: Bürgerscholle Belo Monte (1)
Pflanzenmaterial, Erde, Fundstücke Acryl auf GFK, 100x100x10-20 cm, Betty Beier (2016)
Fundort der Abnahme und Datum: Regenwald bei Altamira (Para), Brasilien, 23.06.2014: S 03°17.608, W 052°13.495

Der Belo-Monte-Staudamm ist der drittgrößte und gleichzeitig umstrittenste Staudamm der Erde und wird als „Monster-Staudamm“ bezeichnet. Die ersten Turbinen wurden am 5. Mai 2016 in Anwesenheit von Staatspräsidentin Dilma Roussef in Betrieb benommen. Große Flächen des Regenwalds sind bereits in Fluten versunken. Ackerland und Dörfer sind von der Flutung betroffen. Tausende von Menschen wurden umgesiedelt. Die Größe der gefluteten Fläche entspricht in etwa der des Bodensees.

 

Die Insel Arapúja brennt.  Überall gefällte Bäume im Fluss Xingu. Betty Beier 2015. 

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Der Fluss Xingu, zählt zu den letzten intakten Flusssystemen in Brasilien. Seine Artenvielfalt wird häufig als atemberaubend beschrieben.

Noch vor der großen Flussschleife des Xingu befindet sich die erste Staumauer. Ab hier verliert der Fluss erheblich an Wasser. In dieser Schleife leben viele indigene Stämme, deren Wasserwege durch Trockenlegung abgeschnitten werden. Der Fluss Xingu und damit die Lebensgrundlage der indigenen Völker werden zerstört. Weiterlesen →

Kivalina

Kivalina

Beitragsbild:  Erdscholle: Kivalina (2)
Fundstücke, Sand, Lack, EP-Harz, Acryl,GFK 100x100x5cm Betty Beier (2013)

Kivalina liegt im Nordwesten von Alaska an der Beringstraße. Die zwölf Kilometer lange Insel wird von ca. 400 Inuits bewohnt. Der Ort erhebt sich kaum mehr als zwei Meter über den Meeresspiegel. Kivalina ist nur in den Sommermonaten per Flugzeug erreichbar. Durch einen Bericht im „SPIEGEL“ aufmerksam geworden, besuchte ich in den Jahren 2009 und 2010 dieses Gebiet, das zunehmend durch den Klimawandel in seiner Existenz gefährdet ist. Das Projekt „Kivalina“ ist eine künstlerische Spurensicherung über den Klimawandel. Unterstützt wurde das Projekt vom Kunstfond Bonn.
Kivalina, ein Ort, den es noch gibt – wie lange noch? Jedes Jahr wird lebensnotwendiger Boden weg gespült.

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Schneeferner Gletscher

Beitragsbild: Schneeferner Gletscher (Zugspitze) 2014, Betty Beier

Der Zugspitzgletscher, der sogenannte „nördliche Schneeferner“ ist der größte und höchst gelegene Gletscher Deutschlands.

Im 19. Jahrhundert hatte er noch eine Ausdehnung von 300 Hektar und bedeckte das gesamte Zugspitzplatt. Durch die globale Erderwärmung spaltet sich der Gletscher in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Der nördliche Gletscher liegt jetzt in einem Becken. Pro Jahr verliert er knapp einen Meter seiner Masse.

Schnee - Ferne

Nördlicher Schneeferner

 

Der Zugspitzgletscher und seine Veränderung durch den Klimawandel werden seit 1948 dokumentiert und stellen ein anschauliches Beispiel für die Folgen der Erderwärmung dar.

Spurensicherung über den Klimawandel von 2013-2014.

 

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Sólheimajökull

Das Projekt „Sólheimajökull“ ist eine Studie über die globale Erderwärmung. Der Gletscher zieht sich pro Jahr um 80 Meter zurück.

(Zeichnung Betty Beier)

Der Sólheimajökull (solheimajoekull) ist eine Gletscherzunge des Myrdalsjökull Gletschers im Süden Islands. Der Mýrdalsjökull liegt auf einer Höhe von ca. 1.493 m ü. NN und 595 Quadratkilomter breit.

Typisch für den Myrdalsjökull sind die Gletscherläufe, bei denen sich große Massen von Eis, Wasser und schwarzes Vulkangestein über das Vorland ergießen. Ursache hierfür ist ein Vulkan unter der Gletscherkappe. Der Sólheimjökull ist die längste und schmalste Gletscherzunge des Myrdalsjökull.

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Spurensicherung hat im Jahr 2007 und 2008 stattgefunden.

Stuttgart

(Bügerscholle Stuttgart 21, Fundstelle Schlossgarten 2010)

Der Schlossgarten im Zentrum der Stadt und der direkt angrenzende Rosensteinpark bilden gemeinsam den größten öffentlichen Park. Die Parkanlage ist 600 Jahre alt.

Diese weitläufig Anlage mit seinen hundertjährigen beeindruckenden Bäumen, Rundwegen und Wiesenflächen diente der Stuttgarter Bevölkerung und vielen Besuchern als Naherholungsgebiet und als autofreier Verbindungsweg von der Innenstadt zum Stadtteil Bad Cannstatt mit seinen Mineralbädern und dem Zoologisch- Botanischen Garten der „Wilhelma“.

Am 30. September 2010 demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen Abholzung des Parkes. Im laufe des Tages eskalierte die Demonstration mit der Polizei. Durch den Einsatz von Wasserwerfen und Schlagstöcken wurden teilweise 400 Menschen verletzt. Zwei Demonstranten erlitten schwere Augenverletzungen einer erblindete. Dieser Einsatz führe zu 380 Strafanzeigen gegen Polizeibeamte.

Stuttgart 21

Stuttgart Schlossgarten

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An den Folgetagen ging die Demonstration weiter. Durch die über Tage anhaltenden Demonstrationen hatte sich der Boden des Schlossgartens in eine Schlammwüste verwandelt. Eine Spurensicherung vom Bürgeraufstand folgte.

Foto: Gert Wollmann 2010
Staudamm in China, Xiaolangdi

Xiaolangdi

Xiaolangdi („Die Erde der kleinen Orichideen“) ist ein kleines Dorf am Huange He, dem „Gelben Fluss“. Das Dorf, eingebettet in eine hügelige Terrassenlandschft in der Provinz Henan, liegt 600 km südwestlich von Peking. 1994 begannen die Bauarbeiten für ein gigantisches Staudammprojekt, die „Xioaolangdi Talsperre“. Neben dem weit bekannteren Dreischluchten-Staudamm am Yangtze-River war sie die zweitgrößte Baustelle weltweit. 1999 wurde das Gebiet geflutet. Dafür mussten 180 Tsd. Menschen ihre Häuser verlassen. Heute erreicht immer seltener Wasser des Gelben Flusses das Meer. Der Unterlauf ist nahezu ausgetrocknet. Die Spurensicherung hat im Jahr 1999 und 2000 stattgefunden.

Xiaolangdi

Xiaolangdi, Betty Beier 1999

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Ausstellungen

2016 „Schnee – Ferne“, Betty Beier und Ludwig Ries, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin und im Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, München.

2015 „Forgotten Space“ Betty Beier, Installation und Stadtaktion, 
Harald Kimmig / Ephraim Wegner, Videoprojektion mit Soundtrack, 
Cristina Ohlmer / Craphone Liu, Silver Eyed, Installation,
 Cristina Ohlmer, Fotoprojekt, Projektion, 
Zahra Poonawala, Vibrations, Klangskulptur, 
Marta Roberti, will have between, Videoinstallation, 
Benjamin Schindler / Jan F. Kurth, audiovisuelle Installation, 
Ephraim Wegner, interaktive Klanginstallation,
Thomas Wenk / Telemach Wiesinger, ZOOM-IN, Installation, 
Donald Bousted – Verses 4
F58, Freiburg


2013 „Das Erdschollen-Archiv“
Eine Spurensicherung verschwindender Landschaften
Umweltbundesamt Dessau-Roßlau

https://www.umweltbundesamt.de/das-erdschollen-archiv

Kárahnjúkar

ERDSCHOLLE: Kárahnjúkar (7)
Jökulsá á Brú Sand, Löss, Acryl, GFK, 100x100x15 cm, Betty Beier (2010)
Abnahmeort und Datum: Kárahnjúkar/Island 64°55´05 N, 15°48`31 W, 11.8.2006

Im September 2006 wurde der Canyon – die Kárahnjúkar-Schlucht – durch eine 198 Meter hohe Staumauer abgesperrt. Wasserfälle, Moore, Heidelandschaften, Täler und kleine Schluchten sind in den Fluten verschwunden. Der Stausee und das Kraftwerk im isländischen Hochland liefert Energie für ein Aluminiumwerk des amerikanischen Konzern Alcoa im Örtchen Reydarfjördur in Island.

Das isländische Staudammprojekt „Kárahnjúkar“ hatte ein hohe Aufmerksamkeit in internationalen Medien – darunter auch deutschsprachige, wie SPIEGEL, GEO oder DIE ZEIT.

 

 

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Altenwerder

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Bereits vor 750 Jahren wurde Altenwerder urkundlich erwähnt. Altenwerder war eine Elbinsel, die im Stromspaltungsgebiet der Elbe lag. Neben der traditionellen Landwirtschaft lebte man von Fischerei und Handwerk. Durch eine schlechte Ernteperiode und die Stadtnähe wechselte man vor ca. 200 Jahren zum Obstanbau. Der fruchtbare Marschboden und der Fischreichtum der Elbe gaben den meisten Familien eine gute Existenzgrundlage. Die Elbinsel ist 250 Hektar groß. Bereits seit 1929 ist die Elbinsel als Hafenerweiterungsgebiet vorgesehen.


1973 beschließt der Hamburger Senat und die Bürgerschaft die “Räumung zum Zwecke der Hafenerweiterung”. Die Zerstörung des Fischerdorfs und die Umsiedlung der 2000 Einwohner beginnt. Danach folgt 20-jähriger Planungsstillstand. Altenwerder verwächst zum Biotop.
1997: Der erste Sand wird von einem niederländischen Hopperbagger angeliefert. Der Sand wird auf das Gelände aufgespült.
Am 31. Mai 1998 verlassen die letzten Bewohner Altenwerder. Um als Seehafen konkurrenzfähig zu bleiben, entsteht hier ein Containerterminal mit Logistik-Zentrum. Es bietet Liegeplätze für Containerschiffe von mehr als 300 Meter Länge.
2003: Das Containerterminal geht in Betrieb. Die Spurensicherung folgte von 1997-2001.

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Inden

Beitragsbild: ERDSCHOLLE: Inden (3)
Erde,  Acryl auf GFK, 100x100x10cm, Betty Beier (2010)
Fundort der Abnahme und Datum: Inden/Pier

Inden

Bis heute hatten den Braunkohlebaggern fast 30.000 Menschen in mehr als 50 Dörfern weichen müssen. Die Planungen sehen bis zum Jahr 2030 die Umsetzung (Umsiedlungen) von weiteren Dörfern vor. Im Abbaubereich lagen die Ortschaften Inden, Altdorf und Pier

Die Umsiedlung von Altdorf und Inden begann bereits im Mai 1991 und ist im September 1999 abgeschlossen worden. 2003 verließen die letzten Bewohner Inden.

Die niederrheinischen Dörfer haben eine Kulturgeschichte, die für mehr als 1000 Jahre mit Urkunden und für 7.000 Jahre durch Funde belegt ist. In den Dörfern hat sich eine spezielle Tradition und Kultur entwickelt, die nicht nur mit den Bewohnern sondern auch mit der baulichen Substanz des Dorfes zusammenhängt.

Die Spurensicherung folgte von 2003 mit Unterbrechung bis 2009.

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Auf den Fildern

Seit über 20 Jahren war sie politischer Dauerbrenner und Streitobjekt weit über Stuttgart hinaus – die geplante Landesmesse „Auf den Fildern“, neben dem Flughafen in Leinfelden-Echterdingen.
Seit Anfang der Neunziger wurde an diesem Großprojekt geplant. Die von der Messe benötigte Fläche von ca. 100 ha gehörte 99 Eigentümern. Da von Anfang an die Stadt Leinfelden-Echterdingen und die Grundeigentümer Widerstand leisteten, wurde nach Ansicht des BUND ein verfassungswidriges – exklusives Landesmessegesetz von der Landesregierung verabschiedet.

Durch den Bau der Landesmesse waren insbesondere Landwirte betroffen. Ihnen ging dabei hofnahe und wertvolle Fläche verloren. 21. Oktober 2007 wurde die Landesmesse eröffnet.

 

 

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Auf den Fildern, Betty Beier 2005

Rieselfeld

Betragsbild: Erdscholle: Rieselfeld 1996,
Erde, Fundstücke, Kunstharz, 100x100cm (1997)

Das Rieselfeld ist 78 Hektar groß, eine ehemalige Klärgrube und liegt im Westen der Stadt Freiburg. 1986 wurde die Verrieselung der städtischen Abwässer eingestellt. Es entstand ein Feuchtgebiet. Aufgrund  hoher Wohnungsnot in Freiburg wurde 1991 die Bebauung beschlossen und als Ausgleich die verbliebenen 250 ha unter Landschaftschutz gestellt. Baubeginn war 1996.

Wegen der hohen Kontamination im Bodern wurden die ersten drei Meter Bodenfläche abgetragen und verschoben.

Innerhalb kürzester Zeit verschwindet das Biotop.

1997: Meine erste Spurensicherung.

 

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Ministergärten

Beitragsbild: Minstergärten 1997, Betty Beier

Zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz, dort, wo sich einst die Ministergärten, später Hitlers Reichskanzlei und zuletzt der Todesstreifen befunden haben, ist heute der Standort des Holocaust-Mahnmals sowie der Landesvertretungen der Bundesländer.

Dieses Grundstück, genannt Ministergärten, sowie die unmittelbare Umgebung dieses Areals sind historisch vorbelastet. Von Bismarck bis Hitler standen hier buchstäblich alle im Sand.

Die Freilegung der NS-Bunker während der Bauarbeiten 1997-1999 für das Holocaust-Mahnmal und die Vertretungen der Bundesländer löste eine Debatte aus, ob Fahrer- und Führerbunker unter Schutz gestellt bzw. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollten. Daniel Goldhagen forderte sogar, die Betonruinen unter internationale Protektion zu stellen. Befürchtete Wallfahrten von Neonazis einerseits, die unmittelbare Nähe des geplanten Holocaust-Mahnmals andererseits, ließen die Debatte ins Leere laufen. Die freigelegten NS-Bunker verschwanden nach ihrer wissenschaftlichen Erkundung wieder unter der Erde, mit ihr die Diskussion um sie.

Da einige Länder den Konflikt mit möglichen Alteigentümern der Ministergärten scheuten, verblieben von den zunächst 16 geplanten Vertretungen der Bundesländer nur die von Niedersachsen, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

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Fahrerbunker 1997 Betty Beier

Von 1997 bis 1999 habe ich die Bauphase Tiefenenttrümmerung begleitet und Spuren gesichert.

 


Erdschollen „Ministergärten“ 100x100x5-12 cm

Wörth

Spurensicherung auf einer landwirschaftliche Nutzfläche in Wörth.

Auf rund 555.000 Quadratmetern ehemals landwirschaftlicher Nutzfläche in Wörth wurde ein Entwicklungs-und Versuchszentrum „EVZ“ von Daimler erschlossen. Baubeginn war 2005, die Inbetriebnahme 2007.
Der Neubau am Standort Wörth verknüpft zukünftig beiden Bereiche wie Entwicklung und Produktion. Genutzt wird das neue Zentrum für allgemeine Fahrversuche, zur Entwicklung von Fahrzeugen sowie für Abnahmetests zur Überprüfung der Auslieferungsqualität unmittelbar ab Werk. Die Hauptfunktionen der Fahrbahnen gliedern sich in den Bereich der Schlechtwegstrecke mit insgesamt 13 Fahrbahnen und in den Bereich der Einfahrbahn, die in Belag und Funktion variiert.

My BlackBox:

Erdscholle: Wörth (1), Erde, Fundstück, 100x100x12 cm, Betty Beier

Erdscholle Wörth

 

 

 

Mühlenberger Loch

 

Beitragsbild: Mühlenberger Loch zugeschüttet, Betty Beier 2002

Erweiterung der Industriefläche des Dasa-Geländes für die Produktion des Airbus A380.

Das Mühlenberger Loch liegt gegenüber von Blankenese, direkt neben dem Dasa-Gelände. Es ist ca. 700 ha groß und stellt ein einmaliges Süßwasserwatt vor den Toren Hamburgs dar. Gleichzeitig ist es das größte Süßwasserwatt Europas, seit 1992 als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der Ramsar-Konvention offiziell anerkannt und unter Schutz gestellt.

Zeichnung Betty Beier

Dessen ungeachtet wurde im Jahr 2000 mit der Erweiterung des Dasa-Geländes begonnen. Eine Teilfläche in Größe von 170 ha. ist dafür vorgesehen. Unter Verwendung von Millionen Tonnen Sand ist die Fläche zugeschüttet worden und wird von stählernen Spundwänden zusammengehalten.

 

 

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Erdschollen

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