Schneeferner Gletscher

Beitragsbild: Schneeferner Gletscher (Zugspitze) 2014, Betty Beier

Der Zugspitzgletscher, der sogenannte „nördliche Schneeferner“ ist der größte und höchst gelegene Gletscher Deutschlands.

Im 19. Jahrhundert hatte er noch eine Ausdehnung von 300 Hektar und bedeckte das gesamte Zugspitzplatt. Durch die globale Erderwärmung spaltet sich der Gletscher in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Der nördliche Gletscher liegt jetzt in einem Becken. Pro Jahr verliert er knapp einen Meter seiner Masse.

Schnee - Ferne

Nördlicher Schneeferner – Zugspitze

Der Zugspitzgletscher und seine Veränderung durch den Klimawandel werden seit 1948 dokumentiert und stellen ein anschauliches Beispiel für die Folgen der Erderwärmung dar.

Seit 2013 verfolge ich die Veränderung auf dem Gletscher jährlich.


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Sólheimajökull

Das Projekt „Sólheimajökull“ ist eine Studie über die globale Erderwärmung. Der Gletscher zieht sich pro Jahr um 80 Meter zurück.

(Zeichnung Betty Beier)

Der Sólheimajökull (solheimajoekull) ist eine Gletscherzunge des Myrdalsjökull Gletschers im Süden Islands. Der Mýrdalsjökull liegt auf einer Höhe von ca. 1.493 m ü. NN und 595 Quadratkilomter breit.

Typisch für den Myrdalsjökull sind die Gletscherläufe, bei denen sich große Massen von Eis, Wasser und schwarzes Vulkangestein über das Vorland ergießen. Ursache hierfür ist ein Vulkan unter der Gletscherkappe. Der Sólheimjökull ist die längste und schmalste Gletscherzunge des Myrdalsjökull.

Spurensicherung hat im Jahr 2007 und 2008 stattgefunden.

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Stuttgart

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(Bügerscholle Stuttgart 21, Fundstelle Schlossgarten 2010)

Der Schlossgarten im Zentrum der Stadt und der direkt angrenzende Rosensteinpark bilden gemeinsam den größten öffentlichen Park. Die Parkanlage ist 600 Jahre alt.

Diese weitläufig Anlage mit seinen hundertjährigen beeindruckenden Bäumen, Rundwegen und Wiesenflächen diente der Stuttgarter Bevölkerung und vielen Besuchern als Naherholungsgebiet und als autofreier Verbindungsweg von der Innenstadt zum Stadtteil Bad Cannstatt mit seinen Mineralbädern und dem Zoologisch- Botanischen Garten der „Wilhelma“.

Am 30. September 2010 demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen Abholzung des Parkes. Im laufe des Tages eskalierte die Demonstration mit der Polizei. Durch den Einsatz von Wasserwerfen und Schlagstöcken wurden teilweise 400 Menschen verletzt. Zwei Demonstranten erlitten schwere Augenverletzungen einer erblindete. Dieser Einsatz führe zu 380 Strafanzeigen gegen Polizeibeamte.

Stuttgart 21

Stuttgart Schlossgarten

Foto: Gert Wollmann 2010

An den Folgetagen ging die Demonstration weiter.
Durch die über Tage anhaltenden Demonstrationen hatte sich der Boden des Schlossgartens in eine Schlammwüste verwandelt. Eine Spurensicherung vom Bürgeraufstand folgte.

Die Bürgerscholle: “Schwarzer Donnerstag” Stuttgart 21, ist zur Zeit im Dom Museum Wien zu sehen:

https://dommuseum.at/fragileschoepfung_information


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Staudamm in China, Xiaolangdi

Xiaolangdi

Xiaolangdi („Die Erde der kleinen Orichideen“) ist ein kleines Dorf am Huange He, dem „Gelben Fluss“. Das Dorf, eingebettet in eine hügelige Terrassenlandschft in der Provinz Henan, liegt 600 km südwestlich von Peking. 1994 begannen die Bauarbeiten für ein gigantisches Staudammprojekt, die „Xioaolangdi Talsperre“. Neben dem weit bekannteren Dreischluchten-Staudamm am Yangtze-River war sie die zweitgrößte Baustelle weltweit. 1999 wurde das Gebiet geflutet. Dafür mussten 180 Tsd. Menschen ihre Häuser verlassen. Heute erreicht immer seltener Wasser des Gelben Flusses das Meer. Der Unterlauf ist nahezu ausgetrocknet. Die Spurensicherung hat im Jahr 1999 und 2000 stattgefunden.

Xiaolangdi

Xiaolangdi, Betty Beier 1999

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Ausstellungen

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2020 „Traces to Climate”, Einzelausstellung, Städtische Galerie Markdorf.

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2016 „Schnee – Ferne”, Betty Beier und Ludwig Ries, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Berlin und im Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, München.

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2015 “Forgotten Space” Betty Beier, Installation und Stadtaktion, 
Harald Kimmig / Ephraim Wegner, Videoprojektion mit Soundtrack, 
Cristina Ohlmer / Craphone Liu, Silver Eyed, Installation,
 Cristina Ohlmer, Fotoprojekt, Projektion, 
Zahra Poonawala, Vibrations, Klangskulptur, 
Marta Roberti, will have between, Videoinstallation, 
Benjamin Schindler / Jan F. Kurth, audiovisuelle Installation, 
Ephraim Wegner, interaktive Klanginstallation,
Thomas Wenk / Telemach Wiesinger, ZOOM-IN, Installation, 
Donald Bousted – Verses 4
F58, Freiburg


https://www.umweltbundesamt.de/das-erdschollen-archiv

2013 “Das Erdschollen-Archiv”
Eine Spurensicherung verschwindender Landschaften
Umweltbundesamt Dessau-Roßlau


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Kárahnjúkar

ERDSCHOLLE: Kárahnjúkar (7)
Jökulsá á Brú Sand, Löss, Acryl, GFK, 100x100x15 cm, Betty Beier (2010)
Abnahmeort und Datum: Kárahnjúkar/Island 64°55´05 N, 15°48`31 W, 11.8.2006

Im September 2006 wurde der Canyon – die Kárahnjúkar-Schlucht – durch eine 198 Meter hohe Staumauer abgesperrt. Wasserfälle, Moore, Heidelandschaften, Täler und kleine Schluchten sind in den Fluten verschwunden. Der Stausee und das Kraftwerk im isländischen Hochland liefert Energie für ein Aluminiumwerk des amerikanischen Konzern Alcoa im Örtchen Reydarfjördur in Island.

Das isländische Staudammprojekt “Kárahnjúkar” hatte ein hohe Aufmerksamkeit in internationalen Medien – darunter auch deutschsprachige, wie SPIEGEL, GEO oder DIE ZEIT.

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