Belo Monte 2016 (Brasilien)

Die ersten Turbinen des umstrittenen Staudamms Belo Monte wurden im Mai 2016 in Anwesenheit von Staatspräsidentin Dilma Roussef in Betrieb genommen. Das Wasser des Flusses Xingu steigt nun stetig an. Die Insel Arapúja ist nahezu geflutet. Fischer berichten, dass deshalb viele Fische verschwunden sind. Manche Fischarten ernähren sich von den Bäumen im Xingu, weil herabfallende Blätter, Blüten und Früchte Nahrung bieten und sogar bestimmte Insekten anziehen. Da diese Bäume nun absterben, finden sie keine Nahrung mehr.

Aktuelle Berichterstattung über das Belo Monte Staudamm Projekt finden Sie unter http://plattformbelomonte.blogspot.de/

Aktuelles über das BeloMonte Staudammprojekt: http://plattformbelomonte.blogspot.de/

Schneeferner Gletscher

Beitragsbild: Schneeferner Gletscher (Zugspitze) 2014, Betty Beier

Der Zugspitzgletscher, der sogenannte „nördliche Schneeferner“ ist der größte und höchst gelegene Gletscher Deutschlands.

Im 19. Jahrhundert hatte er noch eine Ausdehnung von 300 Hektar und bedeckte das gesamte Zugspitzplatt. Durch die globale Erderwärmung spaltet sich der Gletscher in einen nördlichen und einen südlichen Teil. Der nördliche Gletscher liegt jetzt in einem Becken. Pro Jahr verliert er knapp einen Meter seiner Masse.

Schnee - Ferne

Nördlicher Schneeferner

 

Der Zugspitzgletscher und seine Veränderung durch den Klimawandel werden seit 1948 dokumentiert und stellen ein anschauliches Beispiel für die Folgen der Erderwärmung dar.

Spurensicherung über den Klimawandel von 2013-2014.

 

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Sólheimajökull

Das Projekt „Sólheimajökull“ ist eine Studie über die globale Erderwärmung. Der Gletscher zieht sich pro Jahr um 80 Meter zurück.

(Zeichnung Betty Beier)

Der Sólheimajökull (solheimajoekull) ist eine Gletscherzunge des Myrdalsjökull Gletschers im Süden Islands. Der Mýrdalsjökull liegt auf einer Höhe von ca. 1.493 m ü. NN und 595 Quadratkilomter breit.

Typisch für den Myrdalsjökull sind die Gletscherläufe, bei denen sich große Massen von Eis, Wasser und schwarzes Vulkangestein über das Vorland ergießen. Ursache hierfür ist ein Vulkan unter der Gletscherkappe. Der Sólheimjökull ist die längste und schmalste Gletscherzunge des Myrdalsjökull.

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Spurensicherung hat im Jahr 2007 und 2008 stattgefunden.

Stuttgart

(Bügerscholle Stuttgart 21, Fundstelle Schlossgarten 2010)

Der Schlossgarten im Zentrum der Stadt und der direkt angrenzende Rosensteinpark bilden gemeinsam den größten öffentlichen Park. Die Parkanlage ist 600 Jahre alt.

Diese weitläufig Anlage mit seinen hundertjährigen beeindruckenden Bäumen, Rundwegen und Wiesenflächen diente der Stuttgarter Bevölkerung und vielen Besuchern als Naherholungsgebiet und als autofreier Verbindungsweg von der Innenstadt zum Stadtteil Bad Cannstatt mit seinen Mineralbädern und dem Zoologisch- Botanischen Garten der „Wilhelma“.

Am 30. September 2010 demonstrierten mehrere tausend Menschen gegen Abholzung des Parkes. Im laufe des Tages eskalierte die Demonstration mit der Polizei. Durch den Einsatz von Wasserwerfen und Schlagstöcken wurden teilweise 400 Menschen verletzt. Zwei Demonstranten erlitten schwere Augenverletzungen einer erblindete. Dieser Einsatz führe zu 380 Strafanzeigen gegen Polizeibeamte.

Stuttgart 21

Stuttgart Schlossgarten

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An den Folgetagen ging die Demonstration weiter. Durch die über Tage anhaltenden Demonstrationen hatte sich der Boden des Schlossgartens in eine Schlammwüste verwandelt. Eine Spurensicherung vom Bürgeraufstand folgte.

Foto: Gert Wollmann 2010

Kárahnjúkar

ERDSCHOLLE: Kárahnjúkar (7)
Jökulsá á Brú Sand, Löss, Acryl, GFK, 100x100x15 cm, Betty Beier (2010)
Abnahmeort und Datum: Kárahnjúkar/Island 64°55´05 N, 15°48`31 W, 11.8.2006

Im September 2006 wurde der Canyon – die Kárahnjúkar-Schlucht – durch eine 198 Meter hohe Staumauer abgesperrt. Wasserfälle, Moore, Heidelandschaften, Täler und kleine Schluchten sind in den Fluten verschwunden. Der Stausee und das Kraftwerk im isländischen Hochland liefert Energie für ein Aluminiumwerk des amerikanischen Konzern Alcoa im Örtchen Reydarfjördur in Island.

Das isländische Staudammprojekt „Kárahnjúkar“ hatte ein hohe Aufmerksamkeit in internationalen Medien – darunter auch deutschsprachige, wie SPIEGEL, GEO oder DIE ZEIT.

 

 

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Inden

Beitragsbild: ERDSCHOLLE: Inden (3)
Erde,  Acryl auf GFK, 100x100x10cm, Betty Beier (2010)
Fundort der Abnahme und Datum: Inden/Pier

Inden

Bis heute hatten den Braunkohlebaggern fast 30.000 Menschen in mehr als 50 Dörfern weichen müssen. Die Planungen sehen bis zum Jahr 2030 die Umsetzung (Umsiedlungen) von weiteren Dörfern vor. Im Abbaubereich lagen die Ortschaften Inden, Altdorf und Pier

Die Umsiedlung von Altdorf und Inden begann bereits im Mai 1991 und ist im September 1999 abgeschlossen worden. 2003 verließen die letzten Bewohner Inden.

Die niederrheinischen Dörfer haben eine Kulturgeschichte, die für mehr als 1000 Jahre mit Urkunden und für 7.000 Jahre durch Funde belegt ist. In den Dörfern hat sich eine spezielle Tradition und Kultur entwickelt, die nicht nur mit den Bewohnern sondern auch mit der baulichen Substanz des Dorfes zusammenhängt.

Die Spurensicherung folgte von 2003 mit Unterbrechung bis 2009.

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Auf den Fildern

Seit über 20 Jahren war sie politischer Dauerbrenner und Streitobjekt weit über Stuttgart hinaus – die geplante Landesmesse „Auf den Fildern“, neben dem Flughafen in Leinfelden-Echterdingen.
Seit Anfang der Neunziger wurde an diesem Großprojekt geplant. Die von der Messe benötigte Fläche von ca. 100 ha gehörte 99 Eigentümern. Da von Anfang an die Stadt Leinfelden-Echterdingen und die Grundeigentümer Widerstand leisteten, wurde nach Ansicht des BUND ein verfassungswidriges – exklusives Landesmessegesetz von der Landesregierung verabschiedet.

Durch den Bau der Landesmesse waren insbesondere Landwirte betroffen. Ihnen ging dabei hofnahe und wertvolle Fläche verloren. 21. Oktober 2007 wurde die Landesmesse eröffnet. Die Landnahmen von mir folgten im Jahr 2004.

 

 

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Auf den Fildern, Betty Beier 2005