Aktuell

Ausstellungshinweis:

Kunsthalle Mannheim

Konstruktion der Welt: Kunst und Ökonomie

1919-1939 und 2008-2018
12.10.18 bis 03.02.19

Zehn Jahre nach dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2008, die die Wirtschaftssysteme in Amerika und Europa in ihren Grundfesten erschütterte und unsere Gegenwart nachhaltig beeinflusst, verdeutlicht diese Themenausstellung erstmals den dramatischen Einfluss der Ökonomie auf die Kunst in einem weltweiten Vergleich und zeigt dies in der Gegenüberstellung zweier Epochen auf. Ökonomische Phänomene in der Klassischen Moderne der 1920/30er Jahre werden mit Fokus auf Deutschland, Russland und den USA reflektiert und künstlerischen Positionen der unmittelbaren Gegenwart gegenübergestellt.

https://www.kuma.art/de/konstruktion-der-welt-kunst-und-oekonomie-1919-1939-und-2008-2018

Aktuell Führungen im MASH (VolumeV) vor der Kunsthalle Mannheim

01.11-04.11 und 09-11.11 von 12-18 Uhr

BETTY BEIER: Was ist los im Amazonas?
Forensische Spurensicherung zum Staudamm-Projekt Belo Monte: „Antônia Melo“
Die Wälder der Erde schwinden so schnell wie selten zu vor. Die Abholzung für Palmöl- und Sojaanbau, Minen und Staudämme – der Raubbau zu Gunsten zu unsere Zivilisation nimmt stetig zu. Die Folgen jedoch liegen außerhalb unserer normalen Erfahrungen. Die Künstlerin Betty Beier (BB) war in der Zeit der Inbetriebnahme des weltweit umstrittensten Staudamm-Projektes Belo-Monte im Amazonas vor Ort. Im Focus dieser Arbeit steht u.a. die Menschenrechtsaktivistin Antônia Melo, die seit fast 3 Jahrzehnten gegen das Staudammprojekt Belo Monte kämpft.

Weiter aktuell beteiligte Künstler im Mash: Julia Rabusai, Katharina Hamp, Nora Rödelstürtz, Georg Winter, Maximilian Martinez und Marie Schönheiter

Volume V Mannheim


Casino Luxembourg
Forum d’art contemporain

Black Box(es)
Mit Werken von Betty Beier (D), Arvid Boecker (D), Laura Delvaux (B), Rohan Graeffly (B), Philipp Hawlitschek (D), Joël Hubaut (F), Julie Luzoir (F), Anke Mila Menck (D), Charles Myncke (B), Patrick Nardin (F), Claudia Passeri (L), Armand Quetsch (L), Mary Audrey Ramirez (L), Nicolas Tourte (F), Steve Veloso (L) und Monique Voz (B)

Vernissage: 20.12. 2018

http://www.casino-luxembourg.lu/en/


 

 

 Noch immer Aktuell: http://www.taz.de/Archiv-Suche/!5189219&s=/

http://erdschollenarchiv.de/impressum/
http://erdschollenarchiv.de/datenschutz/

Anthropozhän, Belo Monte, Regenwaldzerstörung, Betty Beier 2015

Belo Monte 2016 (Brasilien)

Die ersten Turbinen des umstrittenen Staudamms Belo Monte wurden im Mai 2016 in Anwesenheit von Staatspräsidentin Dilma Roussef in Betrieb genommen. Das Wasser des Flusses Xingu steigt nun stetig an. Die Insel Arapúja ist nahezu geflutet. Fischer berichten, dass deshalb viele Fische verschwunden sind. Manche Fischarten ernähren sich von den Bäumen im Xingu, weil herabfallende Blätter, Blüten und Früchte Nahrung bieten und sogar bestimmte Insekten anziehen. Da diese Bäume nun absterben, finden sie keine Nahrung mehr.

Aktuelle Berichterstattung über das Belo Monte Staudamm Projekt finden Sie unter http://plattformbelomonte.blogspot.de/

Aktuelles über das BeloMonte Staudammprojekt: http://plattformbelomonte.blogspot.de/


http://erdschollenarchiv.de/impressum/
http://erdschollenarchiv.de/datenschutz/

Belo Monte 2015

Altamira, (Para, Brasilien) 18.09. 2015: Spurensicherung der Zerstörung.Antonia Melo Da Silvia auf ihrem zerstörten Grundstück.

Antonia Melo ist die Koordinatorin der Gruppe „Xingu Vivo Sempre“ und Leitfigur im Kampf gegen den Staudamm Belo Monte am Fluss Xingu. Antonia musste letzte Woche ihr Haus räumen. Bis zuletzt hatte sie sich gewehrt. Sämtliche Häuser in der Nachbarschaft waren bereits zerstört. Nur eine Nachbarfamilie und sie selbst hatten noch standgehalten. Ihr Haus mit einem wunderschönen Garten fällt diese Woche dem Staudamm zum Opfer.

Sie veröffentlichte dazu in Facebook (in freier Übersetzung aus dem Brasilianischen): „Mich aus meinen Haus zu vertreiben, ist ein weiterer Versuch, mich zum Schweigen zu bringen. Sie werden alles zerstören, werden aber nie in der Lage sein, mich zum Schweigen zu bringen. Sie lachen und glauben, dass sie mich geschlagen haben. Ich habe Mitleid mit ihnen. Denn sie sind die Verlierer, weil sie, im Gegensatz zu mir, in ihrem Leben noch nie die Ruhe des Geistes erfahren haben. „Frieden“ – wenn man kein Feigling ist. Ich marschiere mit meiner Fahne in der Hand weiter. Was ist mit denen, die an der Regierung sind? Diese Unternehmen wiegen sich in Sicherheit. Es ist ein monströses Verbrechen. Ich werde nie verzeihen. Die Natur wird nicht vergeben. Das ist ein Verbrechen ohne Vergebung. Lula und Dilma sind Verbrecher, sie sind Verräter, Feiglinge.“ (Antonia Melo Da Silva, 16.09.2015)