Aktuell

Ausstellungshinweis:

Zur aktuellen Sonderausstellung „Konstruktion der Welt. Kunst und Ökonomie“ der Kunsthalle Mannheim präsentiert VolumeV im MASH Center Mannheim vor der Kunsthalle;
Wie wichtig sind Bürgerproteste?
Stuttgart 21 und Hambacher Forst als Orte der Konfrontation von Klimaschützern, Naturschützern und Kapitalismus.
9. Dezember um 15 Uhr: Gespräch zwischen Betty Beier, Jörg Scepanski und Prof. Georg Winter im MASH.
Gemeinschaftsausstellung Betty Beier (forensische Spurensicherung – Schlossgarten Stuttgart/Stuttgart 21) und Jörg Scepanski (Fotografien – Hambacher Forst).
09-30.12.2018
Freitag – Sonntag von 12-18:00
Volume V ist ein Kooperationsprojekt von Künstler*innen ausgehend vom S_A_R Projektbüro/ Weltkulturerbe Völklinger Hütte um Georg Winter, die die Konstruktionen neuer Wohn-, Lebens- und Produktionsverhältnisse mit einer urbanen Praxis ausloten. Labor und Basis für Handlungen, Interaktionen und Ausschweifungen im Stadtraum ist eine ehemalige Militärarchitektur, das MASH (Mobile Army Surgical Hospital), das eigens vom Franklin Viertel Mannheim vor die Kunsthalle transferiert wurde.
Beteiligte Künstler: Georg Winter, Betty Beier, Marion Cziba, Julia Rabusai, Mara Ebenhöh, Johanna Schlegel, Katharina Hamp, Nora Rödelstürtz, Christian Richert, Mul Kim, Jules Meiser, Jan Heintz, Yun Jung Kim, Pyung Hyun, Bahzad Suliman, Sarah Niecke, Jochen Follmer
Friedrichsplatz 4
68165 Mannheim

https://www.kuma.art/de/volume-v


Casino Luxembourg
Forum d’art contemporain

Black Box(es)
Mit Werken von Betty Beier (D), Arvid Boecker (D), Laura Delvaux (B), Rohan Graeffly (B), Philipp Hawlitschek (D), Joël Hubaut (F), Julie Luzoir (F), Anke Mila Menck (D), Charles Myncke (B), Patrick Nardin (F), Claudia Passeri (L), Armand Quetsch (L), Mary Audrey Ramirez (L), Nicolas Tourte (F), Steve Veloso (L) und Monique Voz (B)

Vernissage: 20.12. 2018

http://www.casino-luxembourg.lu/en/


 

http://www.taz.de/Archiv-Suche/!5189219&s=/

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Anthropozhän, Belo Monte, Regenwaldzerstörung, Betty Beier 2015

Belo Monte (Brasilien)

Die ersten Turbinen des umstrittenen Staudamms Belo Monte wurden im Mai 2016 in Anwesenheit von Staatspräsidentin Dilma Roussef in Betrieb genommen. Das Wasser des Flusses Xingu steigt nun stetig an. Die Insel Arapúja ist nahezu geflutet. Fischer berichten, dass deshalb viele Fische verschwunden sind. Manche Fischarten ernähren sich von den Bäumen im Xingu, weil herabfallende Blätter, Blüten und Früchte Nahrung bieten und sogar bestimmte Insekten anziehen. Da diese Bäume nun absterben, finden sie keine Nahrung mehr.

Aktuelle Berichterstattung über das Belo Monte Staudamm Projekt finden Sie unter http://plattformbelomonte.blogspot.de/

 


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Belo Monte 2015

Altamira, (Para, Brasilien) 18.09. 2015: Spurensicherung der Zerstörung.Antonia Melo Da Silvia auf ihrem zerstörten Grundstück.

Antonia Melo ist die Koordinatorin der Gruppe „Xingu Vivo Sempre“ und Leitfigur im Kampf gegen den Staudamm Belo Monte am Fluss Xingu. Antonia musste letzte Woche ihr Haus räumen. Bis zuletzt hatte sie sich gewehrt. Sämtliche Häuser in der Nachbarschaft waren bereits zerstört. Nur eine Nachbarfamilie und sie selbst hatten noch standgehalten. Ihr Haus mit einem wunderschönen Garten fällt diese Woche dem Staudamm zum Opfer.

Sie veröffentlichte dazu in Facebook (in freier Übersetzung aus dem Brasilianischen): „Mich aus meinen Haus zu vertreiben, ist ein weiterer Versuch, mich zum Schweigen zu bringen. Sie werden alles zerstören, werden aber nie in der Lage sein, mich zum Schweigen zu bringen. Sie lachen und glauben, dass sie mich geschlagen haben. Ich habe Mitleid mit ihnen. Denn sie sind die Verlierer, weil sie, im Gegensatz zu mir, in ihrem Leben noch nie die Ruhe des Geistes erfahren haben. „Frieden“ – wenn man kein Feigling ist. Ich marschiere mit meiner Fahne in der Hand weiter. Was ist mit denen, die an der Regierung sind? Diese Unternehmen wiegen sich in Sicherheit. Es ist ein monströses Verbrechen. Ich werde nie verzeihen. Die Natur wird nicht vergeben. Das ist ein Verbrechen ohne Vergebung. Lula und Dilma sind Verbrecher, sie sind Verräter, Feiglinge.“ (Antonia Melo Da Silva, 16.09.2015)